Ein 14jähriger kurdischer Jugendlicher wurde an der Grenze zu Europa dem Kältetod preisgegeben

„Was genau an der polnisch-belarussischen Grenze gerade passiert, bleibt den Augen der Öffentlichkeit verborgen: Die bewaldete Zone ist seit zwei Monaten militärisches Sperrgebiet, das für Tausende Flüchtlinge zur eiskalten Falle wurde. Polens Regierung schickt immer mehr Militär in die Region, zivile Hilfe ist untersagt. Berichte Betroffener lassen ein humanitäres Desaster befürchten“ schreibt FOCUS-Online-Reporter Ulf Lüdeke https://www.focus.de/politik/ausland/focus-online-reportage-aus-osteuropa-polen-und-ploetzlich-verstummen-die-notrufe-der-fluechtlingen-aus-dem-belarus-wald_id_24423882.html

In der Grenzregion sitzen derzeit tausende Schutzsuchende bei eisigen Temperaturent fest. Bei vielen handelt es sich um Menschen aus dem südlichen Teil Kurdistans, unter ihnen sind viele Ezidinnen und Eziden. Polen setzt angesichts der humanitären Katastrophe auf militärische Abschottung und Pushbacks, statt auf die Aufnahme der Hilfesuchenden, wozu das Land gemäß Genfer Flüchtlingskonvention verpflichtet ist. Allein in dem provisorischen Lager bei Kuznica harren derzeit mehr als 2.000 Geflüchtete unter unmenschlichen Bedingungen aus. Zehn Menschen kamen dort in den vergangenen Wochen bereits ums Leben. Auf der polnischen Seite wurden Anfang der Woche mindestens sieben tote Menschen gefunden. Wie verlässlich diese Zahlen sind, ist schwer zu sagen – Flüchtlingshelfer:innen gehen von einer hohen Dunkelziffer aus. https://anfdeutsch.com/aktuelles/kurdischer-junge-an-eu-aussengrenze-erfroren-29299

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In einem kleinen weissen Sarg wurde auf einem muslimischen Friedhof im ostpolnischen Bohoniki ein Totgeborenes Kind beigesetzt.

https://www.nau.ch/politik/international/totgeborenes-baby-von-migrantin-im-polnischen-grenzgebiet-beerdigt-66051092

In einigen Städten Deutschlands wurde durch verschiedene NGOs für Demonstrationen mobilisiert, ua in Berlin.