Ignoriert von der Weltöffentlichkeit

Die eskalierenden Angriffe der türkischen Armee und ihrer jihadistischen Söldner auf Nord- und Ostsyrien fordern stündlich neue Opfer. Dem Grenzterror der türkischen Regierung fallen zahlreiche Zivilisten, darunter Kinder zum Opfer.

Seit Monaten attackieren sie grenznahe Dörfer mit Artilleriebeschuss und F-16 Bombardierungen. Im Fokus liegen die Kleinstädte Ain Issa, Til Temir und die Dörfer südlich von Girê Spî sowie die Route der internationalen Straße M4. Durch die ständigen Angriffe auf die Dörfer soll die Zivilbevölkerung vertrieben und die türkische Besatzungszone ausgeweitet werden. Leidtragende sind vor allem die in der Region lebenden Menschen. Ihre Häuser werden zerstört, landwirtschaftliche Flächen verwüstet und Nutztiere getötet.

In dem Dorf Arab Hassan nahe der Stadt Manbij erlitt ein Junge schwere Verletzungen am Bein.

Bei einem Angriff auf das nahe der Schnellstraße M4 gelegene Dorf Safawiyê wurde ein Vater mit seinen Kindern Ziyad (12), Hûda (9) und Mûne (7) getötet. Eine Mutter und ihre einjährige Tochter Sîdra überlebten das Kriegsverbrechen schwer verletzt.

Die türkische Armee griff unter anderem die Dörfer Meyas, Derura und Birc Qas im Kreis Şêrawa bei Efrîn mit Artilleriegranaten an. Dabei wurde der dreijährige Merwan Ali verletzt. Der Junge befindet sich mit Verletzungen durch Schrapnelle in einem Krankenhaus. Glücklicherweise konnten die Granatsplitter entfernt werden.

Eine Artilleriegranate hat das Dach einer Schule des im Westen von Til Temir gelegenen Dorfes Kozliya durchschlagen, viele Häuser sind von Einschüssen durchsiebt. Die Menschen schlafen aus Angst nicht mehr in ihren Häusern, sondern im Freien.

Das Bild unten zeigt einen Jungen, der beim Spielen vor dem Haus von einer Kugel in den Rücken getroffen wurde.

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In der nordsyrischen Ortschaft Zirgan wurde eine ältere Frau und ein Kind getötet und Dutzende verletzt worden. Türkische Bomber griffen die selbstverwaltete Ortschaft an. Unter dem schweren Bombardement wurden Dutzende Zivilist:innen teilweise schwer verletzt, eine Frau und ein Kind getötet. Die Verletzten und Getöteten wurden ins Krankenhaus von Dirbêsiyê gebracht. Das getöte Kind ist bisher noch nicht identifiziert. Unter den Verletzten im Krankenhaus befinden sich zwei Kleinkinder, zwei Kinder und vier Erwachsene. Einige Schwerstverletzte mussten in die Krankenhäuser von Hesekê und Qamişlo transportiert werden. Die Zivilbevölkerung versucht, sich durch Flucht aus der Lebensgefahr zu retten.

Solche Angriffe verstoßen eklatant gegen das internationales Kriegsvölkerrecht, finden jedoch mit der offensichtlichen Billigung der USA, Russlands und der NATO-Verbündeten der Türkei statt. Sowohl Bundesregierung als auch Parteivorstände und Bundestagsfraktionen schweigen.