Yaşar Dedeoğulları, Barış Dedeoğulları, Serpil Dedeoğulları, Serap Dedeoğulları, İpek Dedeoğulları, Metin Dedeoğulları und Sibel Dedeoğulları

In Konya sind sieben Angehörige einer kurdischen Familie aus rassistischen Motiven erschossen worden. Nach den Morden wurde ihr Haus angezündet. Die Täter erklärten zuvor, die Familie nicht dort leben zu lassen. Aus einer Menschenansammlung, die sich nach dem Massaker vor der Polizeiabsperrung am Tatort zusammenfand, wurde gerufen: „Kein einziger Kurde wird mehr hier bleiben!“

Seit 15 Jahren gab es Streit zwischen den Familien, der in den letzten Wochen offenbar auf dem Hintergrund kurdenfeindlicher politischer Statements in Medien und sozialen Netzwerk völlig eskalierte.

Die Familie war bereits am 12. Mai von einem aus sechzig Personen bestehenden Lynchmob in ihrem Haus überfallen und schwerst verletzt worden. Sieben der Angreifer waren vorübergehend in Untersuchungshaft, aus „Mangel an Beweisen“ wieder freigelassen und unter Polizeischutz gestellt worden.

Der Rechtsanwalt der Familie erklärte: „Während wir weitere Verhaftungen gefordert haben, sind alle Haftbefehle aufgehoben worden.

Sie sind von der Straflosigkeit ermutigt worden.“

Der Anwalt hob hervor, dass er gegen die Freilassung der Täter Widerspruch eingelegt hatte, aber alle Anträge durch die türkischen Justizbehörden abgelehnt wurden.