Dronenattacke der Türkei auf selbstverwaltete UN Flüchtlingssiedlung Mexmur

Am Rande eines Spielplatzes bombardierte die Türkei die UN Flüchtlingssiedlung Mexmur mit einer Drone. Zivilisten wurden offenbar nicht körperlich verletzt oder getötet.

Die US Regierung unter Präsident Biden blockierte nach eigener Aussage Erdogans kriegerische Absicht. Vor wenigen Tagen drohte er öffentlich mit einem Angriff auf die Siedlung, die er als sicheren Hafen für Terroristen stigmatisiert:

https://www.reuters.com/world/middle-east/erdogan-says-turkey-could-target-refugee-camp-deep-inside-iraq-2021-06-02/

UN-Botschafterin Linda Thomas-Greenfield machte türkischen Offiziellen deutlich, das eine militärische Aktion gegen Zivilisten von Mexmur eine Verletzung internationalen Rechts darstellen würde, wie sie in einem tweet darlegt.

Die Bewohner*innen flüchteten in den neunziger Jahren vor Massakern der türkischen Armee und verwalten ihre Gemeinschaft seither selbst. Andere Nato-Partner, Europa und die Bundesregierung schwiegen, als das Verbrechen vor wenigen Tagen angekündigt wurde.

https://www.rudaw.net/english/kurdistan/050620211

https://www.heise.de/tp/features/Tuerkei-Mord-im-Auftrag-des-Staates-4800416.html?seite=all