Familienpatenschaften

Die Hilfsorganisation „Roter Halbmond Kurdistan“ -vergleichbar mit dem Roten Kreuz- initiiert eine Spendenkampagne für Familien an, wir uns beteiligen:  

Hintergrund: 

Im Herbst 2015 begann das türkische Militär mit einer kriegerischen Offensive in die die kurdische Zivilbevölkerung im Osten des Landes massiv einbezogen war. Betroffen waren hauptsächlich die Städte Gimgim, Farqin, Lice, Silopi, Sur, Cizre, Nisebin, Derik, Kerboran, Hezex, Gever und Sirnex. Hunderte kurdische Zivilisten wurden durch die türkische Sicherheitskräfte ermordet und Hunderte verletzt. Die Orte wurden seitens der Sicherheitskräfte abgeriegelt. Der Strom und die Wasserversorgung wurden eingestellt und Ausgangssperren verhängt. Um die Zivilbevölkerung aus dem Land zur Flucht zu zwingen, stoppten die türkische Verwaltung Lebensmittellieferungen, medizinische Versorgung und zerstörten die Lebensgrundlage der Bevölkerung. Durch die schweren Bombardements sind große Teile der Wohngebiete zerstört und unbewohnbar. 

Es wurde am 16. März 2016 in der Provinz Sirnex eine Ausgangssperre verhängt, die erst 8 Monate später, am 14. November 2016 aufgehoben wurde.  Im UNO Bericht vom Februar 2017 wird der Türkei schwere Menschenrechtsverletzungen beim Vorgehen gegen Kurden im Südosten des Landes vorgeworfen. Das UN-Hochkommissariat für Menschenrechte sprach von Zerstörungen, Tötungen und andere schwere Menschenrechtsverletzungen durch türkische Sicherheitskräfte seit Juli 2015. Das Hochkommissariat geht von 355.000 bis 500.000 Vertriebenen aus dem Region in dem Zeitraum zwischen Juli 2015 und Dezember 2016. Bei dem Einsatz der Streitkräfte wurden rund 2.000 Menschen getötet, unter ihnen 800 Angehörigen der Sicherheitskräfte und 1.200 Zivilisten, wie die UNO in ihrem ersten Bericht zu dem Konflikt weiter ausführte.
Da die Türkei nach Angaben der UNO, nicht erlaubt hatte, Vertreter in die Region zu schicken und bis Februar 2017 weiterhin keine positive Antwort bekamen, erstellten sie den Bericht auf Basis von Satellitenaufnahmen zerstörter Ortschaften, Interviews von Opfern und Augenzeugen sowie Angaben von Nichtregierungsorganisationen. 

Verfahren: 

Um den bedürftigen Flüchtlingen, Verletzten, Kranken und Weisen in diesen Gebieten langfristig helfen zu können, unterstützen wir das Projekt „Familienpatenschaft“. Hierbei vermitteln wir den Familien in „ Not“ einzelne Paten oder Patengemeinschaften, die sie regelmäßig oder einmalig lang oder kurzfristig finanziell aber auch ideel unterstützen.  Kontaktieren Sie uns, wenn Sie sich beteiligen möchten!

Abgeschlossen: Frühjahr 2017, Die Kampagne wird von uns beendet. Wir freuen uns, mehr als hundert Familienpatenschaften vermitteln zu können, die  zum Teil länger als ein Jahr unterhalten wurden. Unser großer Dank gilt allen Beteiligten für ihr Herz und ihr Mitgefühl.