BB+, Ausblick negativ

Die Politik der AKP-Regierung bringt die türkische Gesellschaft zum Schweigen, während die wirtschaftliche Krise voranschreitet: das Wirtschaftswachstum in der Dekret-Republik hat in der zweiten Hälfte 2016 nachgelassen. Derzeit sinkt der Wert der Lira und die Inflation steigt, wodurch nicht nur das alltägliche Leben der einfachen Menschen teurer wird. Auch die hohe Auslandsverschuldung des türkischen Staates belastet das Wirtschaftsleben.  Die Arbeitslosigkeit ist auf über zehn Prozent gestiegen. Gleichzeitig leidet die für die türkische Wirtschaft bedeutsame Tourismusökonomie unter der geringen Bereitschaft deutscher und anderer europäischer Urlauber, die Krisenregion Türkei zu besuchen. Rund 100.000 Türk*innen  können aufgrund ihrer Verhaftung, Suspendierung oder Entlassung aus dem öffentlichen Dienst nicht nur ihre Familien nicht mehr ernähren, sondern auch ihre Konsumschulden nicht mehr bedienen. Klar ist, dass durch die neuerliche Herabstufung der Vertrauenswürdigkeit von Staatsanleihen auf – wie es in der Presse heißt – Ramschniveau, die Neuverschuldung teurer wird. Ursächlich für diese Entwicklung – predigt die Regierung verschwörerisch- seien fremde Mächte, nicht die eigenen politischen Maßnahmen.   http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/kommentar-erdogans-suendenboecke-14641424.html  https://www.nzz.ch/wirtschaft/unternehmen/tuerkischer-detailhandel-ladenschluss-im-einkaufsparadies-ld.142702